Aktuelles der CSU Ramerberg

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Zukunft unserer Dörfer - JHV CSU Ramerberg

(von links) Bezirksrat Sebastian Friesinger, Gert Kerber und der Ramerberger CSU-Vorstand Florian Baumann (von links) Bezirksrat Sebastian Friesinger, Gert Kerber und der Ramerberger CSU-Vorstand Florian Baumann CSU Ramerberg

Ebenso ausführlich und interessant wie sein Vortrag war die Diskussion mit Bezirksrat Sebastian Friesinger zum Thema: „Zukunft unserer Dörfer“. Und obwohl die Tagesordnungspunkte der Jahresversammlung des CSU Ortsverbands Ramerberg zügig abgehandelt wurden, kamen kommunalpolitische Brennpunkte, Delegiertenwahl und Mitgliederehrung nicht zu kurz.

Ramerberg – Von der Teilnehmerzahl her noch gut überschaubar, war die Jahresversammlung des CSU Ortsverbands Ramerberg im Gasthaus Esterer aber gemessen an der Vereinsgröße dennoch beeindruckend. Auffallend, ja vielleicht sogar zukunftsweisend aber war, dass diesmal ein Großteil jüngerer Teilnehmer sich ebenso interessiert und diskussionsfreudig zeigten wie die üblicherweise bei allen Veranstaltungen Anwesenden und seit jeher als „harter Kern“ eingestuften „älteren Semester“ der Ramerberger CSU-Mitglieder.
Kurz und bündig war der von Schatzmeister Franz Untergehrer vorgetragene Kassenbericht. Und obwohl er bei einem immer noch soliden Kassenstand auf die kontinuierlich schrumpfenden Rücklagen aufmerksam machte, war die Entlastung der Vorstandschaft eine reine Formsache. Und schon jetzt wurden, im Hinblick auf die Europawahl im nächsten Jahr, Kandidaten als Kreisdelegierte in die besondere Kreisvertreterversammlung benannt. In geheimer Stimmabgabe gewählt wurden Florian Baumann, Thomas Wagner und Peter Wilhelm sowie als Ersatzdelegierte Alois Fischer, Stefanie Schreiner und Hans Wenisch.
Sowohl als Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Ramerberg wie auch als Gemeinderat der gleichen Gemeinde konnte Florian Baumann mit einem breit gefächerten Insiderwissen über interessante Besonderheiten berichten und viele Fragen beantworten. In konzentrierter Form zusammengefasst, brachte er eigene Vereinsaktivitäten sowie die Beteiligung bei auswärtigen Veranstaltungen in Erinnerung. Von ihm besonders hervorgehoben wurde der seit geraumer Zeit bestehende CSU-Stammtisch. Dabei werden abwechselnd beim Wirt in Zellerreit und Ramerberg von einem interessierten Publikumskreis sowohl politische wie kommunalpolitische Themen diskutiert.
Als ganz besondere Brennpunkte heftig diskutiert wurden neben dem anstehenden Baubeginn des Ramerberger Gemeindehauses auch die mögliche Verlegung des Fußballplatzes von Ramerberg nach Zellerreit. Im Vordergrund stand dabei aber weniger die Standortfrage des Sportplatzes als das bisher keinesfalls gelöste Problem der Zufahrtsstraße. Weiter war das mit erheblicher Verzögerung endlich fertig gestellte Baugebiet Eich ebenso ein Thema wie der von der Rechnungsprüfung angeregte Austritt aus dem Tourismusverband „Chiemsee-Alpenland Tourismus“. Dieses Ansinnen war zugleich das Stichwort für Bezirksrat Sebastian Friesinger und eine prägnante Überleitung zum Thema: „Zukunft unserer Dörfer“. Mit Nachdruck setzt sich Friesinger immer noch für die von ihm ins Leben gerufenen Projekte wie „Nahversorgung ist Lebensqualität“ ein und vermittelt unermüdlich die Begriffe „Lebensqualität durch Nähe“. Im Zusammenhang mit den sich unaufhaltsam wandelnden dörflichen Strukturen forderte er die

Versammlungsteilnehmer auf, sich unbedingt jetzt schon Gedanken zu machen, denn „Die Zukunft unserer Dörfer ist meist schon da, ehe wir es merken“, Laut Friesinger gehe es vor allem darum, Bewusstseinsbildung für die dörfliche Lebensqualität zu betreiben, etwas zuzulassen sowie neue Ideen zu schützen und zu fördern. „Wir brauchen Einsatz und Engagement für unsere regionalen Dienstleistungsangebote und zur Pflege von Brauchtum, Tradition und Heimat“. Vor allem die Bildung von Netzwerken seien hierzu wichtige Grundlagen. Und weiter: „Wir müssen unsere Zukunft jetzt gemeinsam gestalten und nicht gestalten lassen.“
Als abschließender Höhepunkt der Versammlung bekannt gegeben wurde die 40-jährige Verbandstreue von Josef Süßmaier, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Geehrt für 25-jährige Mitgliedschaft wurde jedoch Gert Kerber (Bild) und von Bezirksrat Sebastian Friesinger zusammen mit dem Ortsvorsitzenden Florian Baumann mit Urkunde und Anstecknadel ausgezeichnet. prj